Unbequem aber zielstrebig

Die Bundestagswahlen sind gelaufen und nun kommt der große Katzenjammer bei vielen Parteien. Das große Aufräumen, da werden Verantwortungen übernommen oder zugewiesen aber vor allem wird viel geredet und geschrieben. Ja auch ich beteilige mich ausnahmsweise am politischen denken. Politische Arbeit geht gut von der Hand solange niemand das eingespielte System hinterfragt oder einfach nicht mit macht, andere Wege geht und auf unliebsame Schwachstellen hinweist. Das aber war für viele Jahre die Position der Grünen. Ein Dorn im Fuß des politischen Alltags. An dieser Situation haben für mich immer Leute wie Joschka Fischer, Jürgen Trittin, Renate Künast und Claudia Roth eine prominente und führende Rolle gespielt. Mit den Jahren hat sich der Dorn sicherlich sehr abgerundet, und die Partei ist mehr mehr zu einer ernsthaften politischen Größe in Deutschland, ich behaupte sogar in ganz Europa geworden. Vieles was die Grünen in ihren Programmen hatten findet sich heute als Selbstverständlichkeit in den Programmen der meisten Parteien wieder. Deutschlands Wende zur Ökologie, Recycling, Alternative Energie Formen, Biologische Ernährung und Emanzipation, all das sind Themen die gerade die Grünen stark vorangetrieben haben, und hier stehen eben diese Personen an vorderster Front die nun durch die letzte Wahl aus den vordersten Reihen zurücktreten. In wie weit die Führung der Grünen verantwortlich für die schlechten Werte ist, vermag ich nicht zu sagen, aber eins weiß ich schon jetzt. Es wird schwer sein einen Politiker mit solch süffisanten Provokationen, Charme und Selbstbewusstsein wie Jürgen Trittin zu ersetzen. Neue Kämpferinnen für Claudia Roth die mit einer Leidenschaft […]

Hoheitliche Gewalt

Schon als Schulkind bin ich der Sonderling gewesen, da ich immer gegen je Form der körperlichen Gewalt war. Egal ob es eine Schlägerei auf dem Schulhof gab oder in der Kneipe. Ich war immer derjenige der versucht hat diese zu unterbinden. Ist es nicht gerade die Fähigkeit Differenzen kommunikativ zu überwinden die uns Menschen ausmacht. Was uns unterscheiden soll von so vielen Lebewesen die Stellungskämpfe nur physisch aushandeln können. Deutschland hatte in der Nachkriegszeit das einmalige Glück, militärisch nicht außenpolitisch agieren zu dürfen, und mit Verlaub mag ich behaupten, das gerade dieser Zustand zu der spitzen Position dieses Landes geführt hat. Dieser Sonderstatus Deutschlands ist, wie wir alle wissen inzwischen aufgehoben. Und schon toben sich die Deutschen in den Krisengebieten der Welt zwischen ihren alliierten Partner durch den Staub. Der Rest der Welt, aber fragt sich was machen die Deutschen da, denn sie wollen dies nicht dürfen das nicht und überhaupt wofür es gerade noch ein Mandat des Bundestags gibt, ist kaum vermittelbar. Es herrscht Verwirrung, wir können uns nicht entscheiden, wägen ab und werden irgendwie ja auch unglaubwürdig. Ein so großes uns starkes Land wie Deutschland erscheint so schwach und uneins wie kaum ein anderer Staat auf dieser Welt. Ich frage mich warum nutzen wir nicht unser Stärke für humanitäre Hilfe, zum Ausbau und zur Bildung anderer Länder. Das sind doch die Dinge in denen wir gut, ja Weltklasse sind. Haben wir doch einfach die Größe zu dem Pazifismus zu stehen der uns über 50 Jahre so gut getan […]

Die Wahl der Jugend

Die Wahlen 2013 stehen vor der Tür, und alle haben ein gemeinsames Thema gefunden. Die jungen Wähler. Hier liegt das Potenzial für viele Stimmen. Nur gerade die Jungen und vor allem die Erstwähler sehen sich durch Politik weder vertreten noch verstehen sie die Politik. Und das sicherlich zu recht. Eine Bundeskanzlerin für die das Internet etwas neues ist, die selber keine Kinder hat, und ihr Leben lang an ihrer Karriere gearbeitet hat, wie soll so ein Mensch nachhaltig Verständnis für egoistische, unerfahrene gerade das Leben entdeckende junge Menschen haben. Das ist ja so als sollte ich eine Rakete bauen. Theoretisch weiß ich wie das geht, nur Mathematik war noch nie meins. Sehr wohl kann der Großteil unserer Politiker mit geschwellter Brust behaupten Erfahrungen zu haben. Schon alleine auf Grund ihres ansehnlichen Alters, sollte man erwarten, dass sie mit der Weisheit des Alters regieren, leider ist die Grenze zwischen der Weisheit des Alters und der Altersstarsinnigkeit fließend. Ja und dann hat sich auch ein wesentlicher Punkt stark verändert. Wir Bürger und unsere Länder sind so stark mit fremden Ländern verwoben, dass es unheimlich schwierig ist den eigenen Handlungsspielraum überhaupt noch zu erkennen. Wenn europäische Interessen gegen nationale bzw. regionale Wertvorstellungen stehen, dann verliert ein jeder einen Teil seiner Identität zugunsten einer größeren Gemeinschaft. Aber das ist für den Einzelnen schwer zu tragen. Wenn aber auf Länderebene es schon schwierig ist die eigene Position zu finden, wie sollen jungen Wähler das dann noch unter den Parteien hinkriegen. Wo unterscheiden sich diese Parteien […]

Wie beschränkt ist der Deutsche?

Wie ich unlängst durch unsere venezolanische Austauschschülerin erfahren habe, gibt es Länder in denen es Lebensnotwendig ist das eigene Grundstück vor Fremden zu schützen. Wir reden hier von einer Mordrate von ca. 100 pro Tag und ich will gar nicht wissen von wie vielen Überfällen und Diebstählen. Keine Frage in einer solchen Lebenssituation muss man irgendwie sehen das man heile und gesund überlebt. In Venezuela, und ich schätze es gibt solcher Länder noch mehr auf dieser Welt, ist es also überlebenswichtig sein Grundstück einzuzäunen. Aber wie sieht das in Deutschland aus. Unser Leben in Deutschland ist das auch so gefährdet, das wir uns vor unseren Mitmenschen schützen müssen? Muss ja wohl sein, wenn ich mir anschaue das es kaum ein Grundstück gibt das nicht eingezäunt ist. Aber dann gibt es ja auch die deutsche Gründlichkeit in Form vom Nachbarschaftsgesetz. Hier ist klar geregelt das Nachbarn einen gesetzlichen Anspruch auf, Achtung das ist ein tolles Wort, „Einfriedung“ haben. Frieden, also der Gegensatz von Krieg ist wohl der wesentliche Bestandteil dieses Wortes. Gehen wir mal davon aus, dass um Frieden zwischen zwei Nachbarn, also Menschen die über viele Jahre nebeneinander leben, zu erhalten es unumgänglich ist diese durch z.B. Zäune oder Mauern von einander zu trennen. Dann heißt das doch im Umkehrschluss, dass zwei, ohne bauliche Hinderung zwischen ihnen, deutsche Bürger sofort in Krieg geraten wenn sie auf Dauer ohne Mauer nebeneinander leben. Also müsste per Gesetz eigentlich jedes Grundstück eingefriedet sein. Ein Grundbesitzer, der sein Grund und Boden nun nicht einfriedet, […]

Verpasste Chancen

Strand, Sonne, Hitze und jeden Menge junge Pärchen. So sieht es aus in unseren gängigen Urlaubszielen, aber auch in der uns täglich umgebenden Medienwelt. Das ist auch gut so, denn seien wir ehrlich, wer will schon ausschließlich alte dickbäuchige Männer und gravitationserlegene Frauen betrachten. Ob aber der Anblick dieses jungen Gemüses uns animiert zum Konsum, nun das will ich mal dahin gestellt lassen. Aber eins macht es sicherlich. Es frustriert uns, die morgens viel zu früh das Bett Verlassende. Nicht, weil wir nicht mehr vierundzwanzig Stunden Party machen können ohne eine Woche zur Regenration zu benötigen, nicht weil wir an der einen oder anderen Stelle etwas angesetzt haben. Das haben wir uns um Laufe der vergangenen Jahrzehnte verdient. Ja, wir sind stolz auf die Errungenschaften unseres Lebens, und das mit Recht. Nein, es sind nicht die Dinge die wir heute nicht mehr tun können, denn dafür haben wir andere Interessen, sind in der Lage Dinge zu tun von denen wir in der Jugend unseres Lebens nicht einmal geträumt haben.   Was uns am meisten frustriert, sind die Dinge die wir heute gerne in unser Jugend gemacht hätten. Erlebnisse die man nur machen kann wenn man Jung ist, und die wir nicht gemacht haben. Rückblickend, und das ist die Kruks mit dem Leben, rückblicken ist so einfach aber vorausschauen so schwer. Uns heute betrachtend, um festzustellen an welcher Stelle sich unsere Träume eben nicht verwirklicht haben. An welcher Stelle wir uns selber betrogen haben, aus diesem oder jenen Grund den Weg […]

Nieder mit dem BH

Eine Revolution ging durch das Land, Frauen trugen keinen BH, ja sie wollten nicht mehr ihre Brüste puschen um den Männern einen passenden Blickfang zu bieten. Sie wollten frei sein, unbeschwert und ja auch gleichberechtigt. Das war meine Jugend in den 70’er Jahren. Heute gehe ich in Mallorca spazieren, in einem typischen Touristenort und was muss ich den ganzen Tag sehen. Die schönsten Frauen in rückenfreien Kleidern und über die zarten geschmeidigen Schulterblätter da ist er, der Schreck aller, die neuste Kreation aus Spitze und Plastik, der BH. Quer rüber über diesen schönen Rücken. Naja denke ich, so ein BH ist ja schon eine echte Stütze für große, schwere Brüste, da muss man / frau auch mal das Praktische, Bequeme akzeptieren. Nein niemand möchte, dass die Trägerin dieses rückenfreien Prachtkleides an Brustschmerzen zu Grunde geht. Aber ja, ich gestehe, das will ich nun genauer wissen und sorge dafür das ich mir diesen freien Rücken auch einmal von Vorne betrachten kann. Und was sehe ich, zwei niedliche, kleine feste Teenie Brüste. Da verschlägt es mir den Atem. Ich weiß das es sich nicht gehört und deshalb unterlasse ich es ja auch, aber zu gerne würde ich diese junge Frau fragen warum sie sich die Mühe macht ein wirklich hübsches Kleid zu tragen, wenn die doch den Sinn „Rückenfrei“ so überhaupt nicht verstanden hat. Damit aber nicht genug, es ist natürlich auch so ein Teil, das und da gebe ich meine Hand für ins Feuer, die Brust mindestens um eine Körbchen Größe […]