Nov 7 2020

Die Sprachlosigkeit des kleinen Dicken mit der Brille

Hatten wir alle gehofft, der Spuk würde ein jähes Ende am 3. November 2020 finden, so haben weise Menschen es bereits angedeutet, weit gefehlt.
Assoziieren wir Deutsche mit vielen Reden des amtierenden US Präsidenten ein politisches agieren, das wir aus den dreißiger Jahren des vergangenen Jahrhunderts, aus unserer Heimat kennen. Über dessen Ausgang wir und der Rest der Welt nur zu gut Bescheid wissen. So scheint es für die US Bürger vergessen zu sein, wie Bevölkerungen ins Chaos gestürzt werden können, um die Machtgelüste einiger weniger zu bedienen.

Das Prinzip, mit Lügen eine kleine Gruppe isolieren und auf diese kräftig draufhauen, damit die Masse spalten und hoffen, der größere Teil ist blöd genug den Lügen zu glauben, gepaart mit massiver Gewalt und Verrohung, hat schon immer zum Erfolg geführt, eine Macht jenseits der Demokratie an sich zu reißen.

Nein das Drama hat noch kein Ende gefunden und wird sicherlich noch viel böses Blut in den USA erzeugen. Nun könnten wir denken, „so what“, die USA sind nicht unser Problem, so wie wir das mit so vielen Länder dieser Erde erfolgreich machen. Ob Nord Korea, oder die vielen Mittel- Ost und afrikanischen Staaten, in denen Recht und Gerechtigkeit mit Füßen getreten werden, interessieren uns nicht. Sie haben keinen direkten Einfluss auf unser deutsches Leben, und wenn, dann profitieren wir eher davon.
Was haben wir uns über die Öffnung des Ostens gefreut, und Hoffnungen in die Annäherung an Russland gesteckt. Nicht weil wir die Russen so lieben, sondern weil sich ein gemeinsamer, friedlicher Weg angezeigt hat. Wir konnten große Ängste abbauen und davon träumen, es könnte besser werden. Unterm Strich hat sich was getan, es hat sich viel getan, auch wenn noch ein weiter Weg vor Europa steht.

Und dann sind da die USA, die sich unter Trump auf der einen Seite selbst zerfleischen aber viel schlimmer von ihrer Verlässlichkeit und ihren Grundwerten abrücken.

Ein Bill Clinton musste sein Amt aufgeben, weil er gelogen hatte in einer sexuellen Affäre. Ein Trump ist nicht in der Lage zwischen Realität und Lüge zu unterscheiden und wird nicht einmal hinterfragt, sondern als Gott gesandt verehrt.
Was diese Abkehr vom Entscheiden nach Fakten hin zu Entscheiden nach Nutzen anrichten wird, sehen wir in Anfängen, können das Ausmaß aber noch gar nicht greifen.

Haben wir anfänglich gedacht der Mann ist einfach nur doof und unfähig, müssen wir inzwischen zugeben, der Mann ist genial gefährlich. Er hat das amerikanische Volk so in seinen Bann gezogen, dass kaum noch Vernunft und Logik walten, in einem Land, in dem schon immer Religion und Verachtung der Wissenschaft, einen enormen Stellenwert hatten und heute wieder verstärkt die Basis politischer Entscheidungen bilden. Wo das Recht des Stärkeren und Waffengewalt oft der Rechtsprechung vorauseilen.

Dieser Mann wird es nicht hinnehmen, nicht erfolgreich gewesen zu sein und zu Gunsten des eigenen Ego, nicht davor scheuen, Gewalt in die Straßen seines Landes zu bringen.

Der Schaden, der dabei weltweit entsteht, ist kaum fassbar. Auf die USA als Partner werden wir lange nicht zählen können. Egal ob Trump wieder gewählt wird oder nicht, die Erfahrung der Unzuverlässigkeit der USA sitzt tief.

Der Schaden ist immens und darf nicht in Vergessenheit geraten.


Dez 30 2017

Der Aufzug

Den ganzen Tag 32° Grad, Sonne ohne Ende und Kilometer langer Strand gefüllt mit tausenden leicht bekleideten Menschen, deren einziges Vergnügen das Anbeten der Sonne ist.

Ein Jahr harter Arbeit mündet nun endlich in komatösem Sonnen anbeten. Die Wärme auf den geschundenen Körpern spüren. Den Bauch umspielt von einer leichten Brise, während das Rauschen des Meeres die Gedanken um Miete, Hypotheken oder Studiengebühren, nicht abgezahlter Kredite und sonstige unangenehme Realitäten des normalen Lebens, verdrängt. Ein Zustand der das Leben endlich zu dem macht, was es immer sein sollte, ein Genuss.

Reduziert auf die wichtigen Dinge des Lebens, Schlafen, ausruhen und essen lässt ein solcher Urlaub doch längst vergessene Empfindungen aufkeimen.

Bäuchlings im Sand liegend mit halb geschlossenen Augen, scannt das Auge den nahe liegenden Bereich des Strandes nach einem Fixpunkt. Links direkt auf der nächsten Handtuch Bastion erhebt sich ein Mount Everest an Bauch. Wollig behaart und im leichten auf und ab des zur Ruhe gekommenen Atems.

Dahinter, kaum über das schweißnasse, leicht Sonnen gerötete Monumentalwerk zu erkennen erspäht das geblendete Auge den zum Bauch gehörenden Ehepartner. Klar zu erkennen durch die Nähe zum Bauch, aber vor allem an den identischen Handtüchern mit deren Hilfe eine Barriere zum heißen, überall hin gelangendem Sand gebildet wird. Nicht ganz so gerötet, da offensichtlich etwas besser geübt mit dem Umgang der Sonnencreme aber ähnlich triefend, dafür nicht so hoch erhoben sonder eher der Gravitation folgend springt die leicht faltige Haut der unbekleideten Brüste dem scheuen Betrachter ins Auge. Kein Fixpunkt.

Versucht das Auge schnell diesen Anblick zu verlassen um sich erfreulicheren Dingen zu widmen.

Weiter am Horizont der Strandlinie erhascht das geübte Auge eine Form, die ihm bekannt und angenehm erscheint. Der Gravitation trotzen, in knapper Badekleidung durchdringen weibliche Formen den soeben erlebten Schock des Fleischgewordenen Mount Everest. Schon glaubt das Hirn den Fixpunkt am Strand gefunden zu haben, der es ihm erlaubt in dämlicher Glückseligkeit den Rest des Strandtages phantasierend beenden zu können. Doch dann, ein zweiter prüfender Blick, der alles in einem Bruchteil einer Sekunde vernichtet. Es hilft nichts, das scannen des umliegenden Bereichs darf an dieser Stelle noch nicht als erfolgreich bezeichnet werden.

Wechselt also der Blick nach Rechts, auch dort wäre, der gewaltigen Anzahl sonnenhungriger Körper, ein erfreulicher Fixpunkt zu erwarten. Und richtig, als hätten die Ohren anhand des sie erreichenden Musikangebots es nicht geahnt, befindet sich zur Rechten ein Gruppen junger, straffer, und erstaunlich attraktiver Körper. Neben den fünf mehr oder weniger flach bauchigen, männlichen, durchtrainierten Körpern findet das suchende Auge auch den ein oder anderen knapp sitzenden Bikini, der so die zweite Prüfung bestehend, dem inzwischen immer gierigerem Blick nun endlich einen Fixpunkt bieten könnte.

Ist dies eine Täuschung oder doch nur das Wunschdenken eines alternden Mannes, dass einer dieser Traumhaften jugendlichen Körper sich ein ganz wenig mehr streckt, einen Hauch mehr Muskeln strafft, in dem Moment wo was Auge die Rundungen zärtlich streift.

Wie durch Zufall verrutscht der Träger und gibt eine Winzigkeit der Hand großen wohlgeformten Brust frei, um mit einer kessen, spielenden Bewegung der Hand wieder an die angedachte Position zurück gebracht zu werden.

Schnell die Augen schließen um diesen zarten Augenblick nicht durch Belanglosigkeiten zu verlieren. Welch eine Enttäuschung als das harte Licht der Sonne der sich wieder öffnenden Augen das erwartete Spektakel vorenthält. Die Begierde des Blicks verweilt inzwischen weit draußen im Wasser, und die schon nicht mehr einwandfreien Augen sehen sich nicht in der Lage, außer Konturen etwas wahrzunehmen. Da hilft es nur die Augen zu schießen und den vergangen Moment genüsslich in innere Dämmerung übergehen zu lassen.

Jäher Lärm aktiviert die Augen erwartungsvoll, dies zarte Wesen zu erblicken. Und richtig, sich räkelnd, alle Muskel des gebräunten Körpers aktivierend, umspielt das Wesen am Horizont des Blickes nicht nur die Gedanken sondern auch die beistehenden männlichen Wesen. Unbeabsichtigte exakt platzierte Berührungen lassen den Atem stocken. Die armen Augen können sich kaum abwenden, und doch benötigen sie ein Pause dringender als das beschleunigte Herz es zulassen möchte.

Der leichte Feuchtigkeitsfilm auf dem eigenen Körper ist ganz sicher nicht das Produkt der akuten Sonneneinstrahlung. Ein verstohlener Blick erhascht gerade noch den sich wild drehenden Kopf und den dadurch freiliegenden Hals. Und die Perlen vermehren sich, stoßartig.

Wie ein Engel erscheint dies Wesen am anderen Ende des Blickes, nicht wundern würde es wenn sich der Himmel auftäte und sie entschwinden würde. Das Glück kaum fassend verweilt dies wohl proportionierte Engelchen weiterhin in der Nähe des Blicks.

Spielerisch verfolgt das Auge die Konturen der mit zarten Härchen besetzen Haut. Das leichte heben und senken der Schenkel beim durchdrücken des Rückens entgeht ihm nicht.

Das dargebotene kleine Grübchen, welches sich an der Innenseite der Schenkel bildet wenn der Schoss sich ein wenig öffnet. Nichts will das Auge verpassen, alles in sich aufnehmen und für lange Zeit im Inneren der Seele, der Erinnerung behalten.

Und doch ist es irgendwann Zeit auch die schönsten Aussichten vorüber ziehen zu lassen. Nach entsprechender Entspannung und hinwenden zum Mount Everest versetzt in den Fahrstuhl zum fünften Stock. Doch bevor sich die Tür endgültig schließt, schiebt sich der Strandengel in den kleinen, von nur einer Person eingenommenen Fahrstuhl.

Die suchenden Augen treffen sich kurz, und bleiben für eine Sekunde aneinander heften. Die unmittelbare Nähe lässt Vergangenes kurz wieder aufflackern. Im Moment des Türöffnens dreht sich dies unvergleichbare Wesen um, schaut tief in die Augen und öffnet diese geschwungenen roten Lippen.

„ Na Alter schon lange keinen so geilen Arsch und tolle Titten mehr gesehen“